MUSIKVEREIN                           IN ZOLLING e.V.

Silvesterball 2019

Silvesterball wird zum krönenden Abschluss des Jubeljahres

Der Musikverein in Zolling nahm sich was Besonderes zum Abschluss seines 30jährigen Jubiläums und der 1275.Jahrfeier der Gemeinde Zolling vor und lieferte den Gästen etwas Besonderes. Eine musikalische Vielfalt die wohl wenige dem Orchester unter der Leitung seines Dirigenten Markus Fichtner zugetraut hätten. In drei unterschiedlichen Besetzungen zeigten die Musikantinnen und Musikanten was sie in den vergangenen sieben Monaten in den Proben erarbeitet hatten, nämlich Tanzmusik vom Feinsten. Dementsprechend stolz war auch der erste Vorstand des Musikverein, Markus Staudt bei seiner Begrüßung zu Beginn des Balles, bei dem er pünktlich um 20 Uhr die Gäste nach der Tagesschau Melodie begrüßte. Dabei bot sich ihm ein wunderbares Bild, wie er sagte, sowohl unten im vollbesetzten Saal des Bürgerhauses, der durch Lichtinstallationen und Dekorationen an einen Fest- bzw. Ballsaal erinnerte, als auch auf der Bühne, auf dem die 43 Mitglieder samt Dirigenten, dem Anlass entsprechend die Damen im „kleinen schwarzen“ und die Herren mit schwarzer Hose und Hemd sowie weißer Fliege saßen. Unter den Gästen waren neben dem Hausherrn ersten Bürgermeister Max Riegler und seinem Stellvertreter Karl Toth auch viele Ehren- und Gründungsmitglieder des Musikverein, allen voran dem Gründungsvater Franz Obermeier. Ohne ihn und den Männern und Frauen der ersten Stunde, wie dem Gründungsvorstand Franz Donauer, gäbe es heute nichts zu feiern, so Staudt. Mit einer kurzen Begrüßung und dem Dank an die vielen Helfer im Hintergrund und bei den Sponsoren der Preise für die Tombola waren für den Abend genug der offiziellen Worte gesprochen, sodass die Bühne und der Abend ganz der Musik gehörte. Ganz stilecht wurden die Ballbesucher mit den Worten „alles Walzer“ zu den Klängen „An der schönen blauen Donau“ auf das Tanzparkett gebeten, dass sich schnell füllte und bis zum Ende auch so blieb. Dem Klassiker unter den Walzern folgte ein schwungvolles Medley mit Hits von Herb Albert, bei dem auch zum ersten Mal an dem Abend, in Person von Daniel Reisner, der Gesang Einzug hielt. Hier zeigte sich, dass der junge Mann, der 2017 Kulturförderpreisträger von Pfaffenhofen war, Erfahrung in dem Metier, aus unzähligen Auftritten u.a. auch auf der „Wiesn“, mitbrachte und souverän und gekonnt die Melodien intonierte. Den Abschluss der ersten Tanzrunde bildete der bekannte Blue Tango, der so manchen auf dem Tanzparkett an seine Tanzstunden erinnerte. Es folgten Hits von der Spyder Murphy Gang, Udo Jürgens und der Saragossa Band, die alle in einer Lautstärke vorgetragen wurden, die auch eine Unterhaltung am Tisch ermöglichte. Letztere verstummte mit der ersten Einlage des Abends, als die Rock’n‘Roll Tanzpaare Vitus Reiter und Carina Kreuzpointner sowie Julia Geißhauer und Patrick Praller den Saal betraten und eine atemberaubende wie dynamische Tanzdarbietung boten. Das international tanzende Paar Geißhauer/Praller sorgte mit ihren Wurfeinlagen gar für raunen und offene Münder bei den Ballbesuchern. Anschließend wurde es voll auf dem Tanzparkett, als Tanzlehrerin Monika Riesch zur Münchner Francaise bat. Den Musikanten auf der Bühne bot sich ein fantastisches Bild, als sich die Paare in mehreren Reihen und sogar auf der Galerie aneinanderreihten und den Ansagen von Monika Riesch, mit der immer wiederkehrenden Eröffnung „Komplimente“, folgten. Bei dem Anblick hatten auch die Kinder beim Zuschauen ihren Spaß, die ansonsten in der Chill Area mit Kinderbar und „Mr. Bean“ Filmen sowie im Bastelraum gut beschäftigt und unterhalten waren, während Mama und Papa das Tanzbein schwingen konnten. Auf der Bühne übernahm nun musikalische die Formation „Happy Sound“ das Zepter, eine etwas kleiner Besetzung des Orchesters. Hier reihten sich Foxtrott, Discofox, Rumba, Jive und ChaChaCha Melodien unter der gekonnten Anleitung von Dirigent Markus Fichtner aneinander. Es folgte ein Klassiker eines jeden Silvesterabends, dass berühmte „Dinner for one“, mit den Protagonisten Ulli Reiter als „Miss Sophie“ in exzellentem Oxford Englisch und dem zweiten Vorstand des Musikverein, Michael Kraml als unnachahmlicher beschwipster und stolpernder Butler James. Die Lacher und tosender Applaus für die exzellente Darbietung waren den beiden Darstellern sicher. Die weitere musikalische Gestaltung übernahm nun die dritte und letzte Formation des Abends, die sogenannte „Combo“, bei der sich zu der nun deutlich geringeren Anzahl an Bläsern, das E-Piano, -Gitarre und -Bass gesellte und so für einen ganz neuen Sound an dem Abend sorgten.  Hier griff nun auch der der Dirigent zum Tenorsaxophon und reihte sich in die nun stehenden Musiker ein, die Songs von Rea Garvey, Coldplay und Earth, Wind and Fire oder Lady Gaga intonierten. Auch gesellten sich nun Damenstimmen zum bisherigen Gesang von Daniel Reisner. Die neue Faschingsprinzessin von Zolling Elisabeth Westermeier und Barbara Kraml zeigten einmal mehr die Vielfalt, die in dem Musikverein steckt und sangen im Duett Hits wie „Time after Time“ von Cyndi Lauper, „I‘m so excited“ von den Pointer Sisters oder „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden Stiller. Bis sich die Ballbesucher versahen war der Jahreswechsel ganz nah, der mit einer großen Licht- und Lasershow, abgestimmt auf den vom Orchester gespielten Abba Hit „Arrival“, auf dem Rathausplatz willkommen geheißen wurde. Auch hier hatte der Musikverein unter dem Motto „Licht statt Böller“ ein Zeichen gesetzt, dass bei vielen Ballbesuchern gut ankam. Wer nun dachte, dass sich der Abend damit dem Ende neigen würde lag falsch. Nach dem Freiluftspektakel ging es drinnen im Bürgerhaus zu der Musik der „Combo“ wieder rauf auf die Tanzfläche, bis der Abend unter großem Applaus mit dem Welterfolg „Angels“, gefühlvoll gesungen von Daniel Reisner, seinen schönen Abschluss fand. „Schade“, meinten viele Ballbesucher, wenn „sie“, dass nur für einen Abend einstudiert hätten und es keine Wiederholung finden würde. Aber vielleicht finden sich Veranstalter von Bällen, die sich trauen auch einmal auf unverstärkte und eine ganz andere Art von „Blasmusik“ zu setzen. Zu wünschen wäre es den Musikern des Musikverein in Zolling.

Letzte Änderung am Mittwoch, 15. Januar 2020